Schonzeiten Fische Deutschland 2026 – Mindestmaße und Schonzeiten
Vollständige Tabelle der Schonzeiten und Mindestmaße für alle Fischarten
Schonzeiten und Mindestmaße
Die folgende Tabelle zeigt die Schonzeiten und Mindestmaße für die wichtigsten Fischarten in Deutschland. Angaben sind Richtwerte – lokale Regelungen können abweichen.
| Fischart | Schonzeit | Mindestmaß |
|---|---|---|
Huchen Hucho hucho | Ganzjährige Schonzeit | - |
Atlantischer Lachs Salmo salar | Ganzjährige Schonzeit (in den meisten Gewässern) | - |
Hecht Esox lucius | 1. Februar – 30. April | 50 cm |
Zander Sander lucioperca | 1. April – 31. Mai | 45 cm |
Flussbarsch Perca fluviatilis | Keine Schonzeit (in den meisten Bundesländern) | 20 cm |
Karpfen Cyprinus carpio | Keine Schonzeit (allgemein) | 35 cm |
Wels Silurus glanis | Keine allgemeine Schonzeit | 50 cm |
Bachforelle Salmo trutta fario | 1. Oktober – 28. Februar | 28 cm |
Äsche Thymallus thymallus | 1. März – 31. Mai | 35 cm |
Regenbogenforelle Oncorhynchus mykiss | Keine allgemeine Schonzeit | 25 cm |
Aal Anguilla anguilla | 15. Oktober – 28. Februar (in Bundesländern unterschiedlich) | 45 cm |
Barbe Barbus barbus | 1. April – 30. Juni | 40 cm |
Graskarpfen Ctenopharyngodon idella | Keine Schonzeit | - |
Sonnenbarsch Lepomis gibbosus | Keine Schonzeit | - |
Über Schonzeiten
Schonzeiten sind gesetzlich festgelegte Zeiträume, in denen das Angeln auf bestimmte Fischarten verboten ist. Sie dienen dem Schutz der Fischbestände während der Laichzeit, wenn die Fische besonders empfindlich sind. In Deutschland werden Schonzeiten durch das Fischereigesetz des jeweiligen Bundeslandes geregelt – es gibt kein einheitliches Bundesfischereigesetz.
Da Deutschland 16 Bundesländer hat, können Schonzeiten, Mindestmaße und Tageslimits je nach Gewässer und Region erheblich voneinander abweichen. Die in dieser Tabelle angegebenen Werte entsprechen den häufigsten bundesweiten Regelungen, ersetzen aber nicht die örtlichen Vorschriften. Angelerinnen und Angler sollten immer die aktuellen Regelungen des zuständigen Fischereiverbandes prüfen.
Neben saisonalen Schonzeiten gibt es in Deutschland streng geschützte Arten, für die ganzjähriges Angelverbot gilt. Dazu gehören der Huchen und in den meisten Bundesländern der Lachs.
Besondere Kategorien
Streng geschützte Arten
Streng geschützte Fischarten dürfen in Deutschland ganzjährig nicht gefangen werden. Das Fangen, Besitzen und Transportieren dieser Arten ist ohne Ausnahme verboten.
Streng geschützte Art in ganz Deutschland. Endemische Art der Donau und ihrer Zuflüsse.
In den meisten Bundesländern ganzjährig geschützt. Wiederansiedlungsprogramme laufen.
Invasive Arten
Eingeführte (invasive) Arten unterliegen keiner Schonzeit und haben kein Mindestmaß. Angler werden aufgefordert, diese Arten zu entnehmen, um heimische Bestände zu schützen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Schonzeiten beim Angeln?
Schonzeiten sind gesetzlich festgelegte Zeiträume, in denen das Angeln auf bestimmte Fischarten verboten ist – in der Regel während der Laichzeit. Sie werden von den Bundesländern individuell geregelt.
Wann ist Hechtschonzeit in Deutschland?
Die Hechtschonzeit gilt in den meisten Bundesländern vom 1. Februar bis 30. April. Das Mindestmaß beträgt meistens 50 cm (in Bayern 60 cm). Tageslimit typischerweise 3 Stück.
Wann ist Zanderschonzeit in Deutschland?
Die Zanderschonzeit liegt in den meisten Bundesländern zwischen 1. April und 31. Mai. Mindestmaß: 45 cm, Tageslimit: 3 Stück.
Welche Fische sind in Deutschland streng geschützt?
Streng geschützt sind vor allem der Huchen (Donaulachs) und in den meisten Bundesländern der Atlantische Lachs. Auch der Aal genießt besondere Schutzregelungen.
Brauche ich einen Angelschein in Deutschland?
Ja. In Deutschland benötigt man einen staatlichen Fischereischein (nach bestandener Fischerprüfung) sowie eine Erlaubnis des Gewässerbesitzers oder Pächters (Erlaubnisschein). Jugendliche unter 16 Jahren können in einigen Ländern mit einem vereinfachten Jugendfischereischein angeln.
Was ist das Mindestmaß für Karpfen in Deutschland?
Das Mindestmaß für Karpfen beträgt meist 35 cm, variiert aber je nach Bundesland und Gewässer. C&R (Catch & Release) ist beim Karpfenangeln in Deutschland weit verbreitet.
Bußgelder
Verstöße gegen Schonzeiten, Mindestmaße und den Schutz gefährdeter Arten sind nach den Landesfischereigesetzen strafbar. Bußgelder variieren je nach Bundesland, liegen aber typischerweise zwischen 100 und 5.000 EUR für Privatpersonen.
Bei schwerem Wilderei oder Verstößen gegen Artenschutzgesetze (Bundesnaturschutzgesetz) können Bußgelder bis 50.000 EUR verhängt werden. Fischereiausrüstung und Fang können beschlagnahmt werden.
Der Fischereiaufseher (Gewässerwart oder Fischereiaufsehende) ist befugt, Angellizenzen und Fang zu kontrollieren. Ohne gültige Angelerlaubnis droht ein Bußgeld wegen Fischwilderei.